Dieses weise Zitat trifft in meinem Fall perfekt zu, denn der Plan als Weg ist ein wöchentliches Ziel.
Ich habe ihn vor mehreren Jahren (zusammen mit meinem Freund) entworfen und nun nur nochmal aktualisiert. Er basiert auf dem Belohnungs-Prinzip: Jeden Tag gibt es ein Häkchen für einen erfüllten Punkt. Sind in einer Woche eine bestimmte Anzahl Häkchen erreicht worden (die genaue Anzahl muss ich noch aushandeln bzw. die wird nach dieser "Test-Woche" festgelegt,), gibt es eine Belohnung, z.B. eine Massage oder gemeinsames Schauen eines Films nach
meinem Wunsch oder ...
"Damals" hat sich der Plan als weitaus effektiver herausgestellt als jegliche andere Abnehm-Methode die ich jemals ausprobiert habe. Er ist eben individuell und lässt nicht nur Zahlen (in Form von Punkten oder Kalorien) sprechen.
Ich hoffe, dass er auch diesmal effektiv ist, aber das werden wir ja dann sehen. Und wenn ich das Gefühl habe, dass es doch nicht die richtige Methode ist oder dass ein Punkt ergänzt werden muss, dann wird der Plan halt umgeschrieben.
Für's Erste sieht er aber so aus:
Er hängt laminiert in der Küche. Mit einem abwischbaren Stift werden jeden Tag die Häkchen gemacht und am Ende einer Woche kann alles weggewischt und von vorne losgelegt werden.
1 - Bewusst essen & genießen, nicht nur nebenbei
Oft haben wir vor dem Fernseher gegessen. Hin und wieder ist das vollkommen ok, aber teilweise war es jede Mahlzeit. Eindeutig zu viel.
Zudem kann ich schlecht aufhören wenn es besonders gut schmeckt. Nicht selten jammere ich nach einem guten Essen, dass mir schlecht ist, weil mein Magen einfach überfüllt ist.
Auch schlinge ich teilweise und kaue nicht ausreichend.
3 Punkte die im Plan nur in einem Punkt Beachtung finden. Ich hoffe das reicht auch ...
2 - regelmäßig frühstücken
Ich bin absoluter Frühstücks-Muffel! Bis ich nach dem Aufstehen etwas essen mag ohne dass mir beim Gedanken schon schlecht wird vergehen mind. 2 Stunden. Und auch dann picke ich eher auf dem Teller herum als vernünftig zu essen.
Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Das wissen wir wohl alle schon länger. Mir ist das auch bewusst, aber es fällt einfach schwer etwas zu essen. Da aber Müsli mit Joghurt und Obst z.B. immer geht, möchte ich mich damit wieder selber überlisten.
3 - Nach 21:00 nichts "Großes" mehr essen
Warmes Essen am Abend liegt schwer im Magen, Salat ist abends schwer zu verdauen, blablabla.
All diese Weisheiten kennt man. Und in gewisser Weise möchte ich mich auch endlich wieder dran halten. Vor allem auf der Arbeit ist es verlockend spätabends noch etwas Großes zu essen und nicht nur zu einem Apfel oder einer Scheibe Brot zu greifen. Da muss ich dringend an meiner Selbstdisziplin arbeiten.
Zu Hause ist es dann eher die Schokolade die neben mir liegt wenn ich blogge und die in Nullkommanix aufgegessen ist. Das ist zwar nichts "Großes" im Sinne einer vollständigen Mahlzeit die den Magen füllt, aber die Kalorien ...
21:00 ist keine feste Zeit sondern ein Richtwert. Sicherlich wird es viele Abende geben an denen ich schon nach 19:00 nichts mehr esse, aber nach einem langen Uni-Tag wird es genauso vorkommen, dass die warme Mahlzeit des Tages erst um 21:00 fertig ist.
4 - frisch kochen statt Fast Food
Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern man weiß auch was drin ist. Und in den allermeisten Fällen ist es viel gesünder.
5 - fettarm
Butter auf dem Brot schmeckt viel besser als Margarine und da ich eh immer nur eine hauchdünne Schicht nehme geht's auch garnicht darum, sondern um Fette und Öle in Salaten, beim Braten und Backen.
Fettarm (kochen) heißt nicht, dass wir nur auf light-Produkte zurückgreifen (die meisten bringen's ja eh nicht), sondern wo es möglich ist auf Fette verzichten und wo es möglich ist auf wertvolle Öle zurückgreifen.
[Beispiele: Nudeln brauchen kein Öl zum Kochen, Fleisch brät in einer guten Pfanne auch mit wenig Öl bestens, Sahne lässt sich in vielen Fällen durch Pflanzenprodukte ersetzen, etc.]
6 - 5 am Tag
Ich esse zwar gerne Gemüse und noch lieber Obst, aber doch fällt es mir schwer auf 5 Portionen am Tag zu kommen. Das Problem liegt vor allem darin nur 2 Portionen Obst und dafür 3 Portionen Gemüse zu essen.
Kleingeschnittenes Obst und Gemüse esse ich lieber und "besser" als am Stück, so dass ich mir unbedingt wieder die wenige Zeit nehmen muss um Möhren, Äpfel & Co. klein zu schneiden.
7 - weniger Süßkram
Schoki geht immer! Ich esse zwar ungerne Tafeln, aber dafür dann so nette Sachen mit Karamel und Nüssen en masse. Vor allem natürlich unbewusst. Nicht selten frage ich mich wo die ganze Tüte M&M's schon wieder hin ist ...
Korrespondierend zu Punkt 1 (bewusst essen ...) soll Süßkram, v.a. Schoki wieder etwas Besonderes werden. Nichts was komplett vom Speiseplan gestrichen wird (das halte ich sowieso nicht durch), aber etwas zu dem bewusst gegriffen und das bewusst genossen wird. Und dann ist nach einem Kinderriegel Schluss und nicht nach der halben Packung weil's grad so lecker war ...
8 - Bewegung & 9 - Sport
Diese beiden Punkte habe ich bewusst getrennt, denn Bewegung meint für mich z.B. dass ich zu Fuß zum Bahnhof laufe und dann die Treppe zum Gleis nehme statt mit dem Bus hin und der Rolltreppe hochzufahren. Sport hingegen meint die Stunde Badminton oder die Radtour oder ... - also nichts was nebenbei in den Alltag eingebaut werden kann, sondern für das man sich bewusst Zeit nehmen muss.
10 - viel Wasser & Tee trinken
Und eben nicht mehr so viel Limo, denn auch wenn die in der Hauptsache ohne Zucker ist ist die keinesfalls gesund!
Wasser kostet mich zwar ein wenig Überwindung, aber Tee liebe ich und verstehe selber nicht so recht warum ich im letzten halben Jahr (oder länger?) so wenig Tee getrunken habe.
11 - kein Alkohol
Ich bin kein Säufer, aber es ist sehr verlockend als "Feierabendgetränk" auf der Arbeit alles trinken zu dürfen was da ist. Und das wird dann gerne mal Southern Comfort mit Ginger Ale oder Kirschsaft mit Amaretto oder ...
Und hin und wieder habe ich Lust auf einen Cocktail. Alles was man dafür braucht haben wir zu Hause, also kein Problem. Aber dann steht der geöffnete Saft im Kühlschrank und muss weg ...
Und nebenbei ein (Misch)Bier zum Film schauen ist auch immer vorrätig.
Ok, klingt doch nach einem Säufer. Ich geb's ja zu. Und im Schnitt 2 Abende mit Alkohol in der Woche sind auch nicht wenig und sicherlich als suchtgefährdet einzustufen, auch wenn's nur ein Glas ist. Ich will das auch garnicht schön reden, auch wenn ich wirklich davon überzeugt bin keinesfalls abhängig zu sein (dafür bräuchte es auch eindeutig mehr und vor allem Missbrauchssituationen). Jedenfalls macht Alkohol dick und so - und ungesund ist's sowieso.